Vom Aufmaß bis zur Entwässerung

Konstruktion und Montage vorbereiten

Ein stimmiges Terrassendach verbindet Tragwerk, Bestand und Grundstück. Wer diese Übergänge früh klärt, kann Angebote genauer lesen und Überraschungen auf der Baustelle vermeiden.

Das Aufmaß beginnt am Bestand

Breite und Tiefe allein reichen nicht. Messen und dokumentieren Sie mögliche Anschlusshöhe, Türen, Fenster, Rollläden, Dachüberstände, Fallrohre, Außenleuchten und die Höhen der Terrasse. Bei einem Gefälle muss am vorderen Rand genug Durchgangshöhe bleiben.

Fundament und Befestigung

Pfosten leiten Lasten in den Boden. Welche Fundamente passen, hängt von Konstruktion, Boden, Frost, Leitungen und vorhandenen Terrassenflächen ab. Pflaster oder Terrassenplatten ersetzen nicht automatisch ein tragfähiges Fundament. Beim Hausanschluss muss die Befestigung zum tatsächlichen Wandaufbau passen.

Wind und Schnee gehören zum Standort

Wind- und Schneelasten unterscheiden sich nach Standort, Gelände und Gebäude. Ein System braucht deshalb eine für den konkreten Ort geeignete statische Auslegung. Abmessungen, Pfostenstellung und Eindeckung dürfen nicht getrennt von dieser Bemessung verändert werden.

Wasser gezielt führen

Gefälle, Rinne, Fallrohr und Auslaufpunkt bilden einen Weg. Prüfen Sie, wohin Wasser auf dem Grundstück geführt werden darf und ob Türen, Sockel oder Nachbarflächen betroffen sind. Auch ein Lamellendach braucht definierte Wasserwege in Profilen und Stützen.

Fachmontage oder Bausatz

Bei der Fachmontage sollte das Angebot erkennen lassen, wer Aufmaß, Fundament, Anschluss, Abdichtung, Statiknachweis und Entsorgung übernimmt. Beim Bausatz liegen Prüfung des Bestands, Werkzeug, sichere Montage und örtliche Zulässigkeit stärker bei Ihnen. Die Montageanleitung ersetzt keine Klärung des Grundstücks oder der baurechtlichen Anforderungen.